Was schätzen Sie an ungarischen Weinen?

Die Weinwelt ist überaus groß, viel gutes kann da entdeckt werden!

 

Wenn man selbst über 10 Jahre ungarische Weine verkauft und mehrfach im Jahr seine Partnerwinzer besucht, entsteht ein Bild !?

 

Hier möchten wir fragen, was gefällt Ihnen an Weinen aus Ungarn? 

Was war Ihr erster Eindruck, was war neu, welcher Wein ist zum Favoriten geworden? Welche Weine empfehlen Sie gerne weiter ... ?

 

Lassen Sie uns auf Schatzsuche gehen und reden wir darüber. Wir sind neugierig auf Ihre Kommentare. 

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Kommentare: 3
  • #1

    Pavlos Piperias (Mittwoch, 07 Oktober 2015 13:38)

    Hellas zusammen,
    na dann will ich mal das Forum eröffnen! ;-)
    Liebe Lenke und lieber Martin, im positiven, Ihr seid Schuld, das wir von Ungarischen Weinen abhängig geworden sind. Es begann alles ganz harmlos und ging über in eine Professionalität die nach mehr verlangt hat.
    Nun aber zu Eure Fragen, wenn wir an ungarische Weine denken, fällt uns in der Regel zuerst der Tokajer ein. Doch es gibt noch so viele andere Sorten, die probiert werden wollen und da habt Ihr ja im Sortiment das Beste vom Besten!
    Natürlich vergessen darf man nicht den "Bikavér", der Cuvee der hervorragende Qualitäten verbirgt.
    Empfehlen können wir Weine von den Regionen Eger, Sopron, Villany und natürlich Szekszárd.
    Ob es ein Blaufränkischer oder ein Pinot Noir, ein Kadarka oder Cabernet Sauvignon die roten bleiben unsere Favoriten.
    Aber seit kurzem begleiten uns auch die Weißweine in unserer Genusswelt.
    Diese Vielfältigkeit an Trauben und Bodenlagen machen Ungarn zu einen großen Favorit in der Weinwelt, da dürfen sich die Franzosen und Spanier warm anziehen, für uns kann man die Weine aus Ungarn gleichstellen, wenn nicht sogar vorne anstellen.
    Einen speziellen Wein zu empfehlen, wäre schwer und nicht fair.
    Jede Weinsorte für sich, hat Ihre Reize und Abwechslung wir in der Ungarischen Weinwelt reichlich geboten.
    Jetzt bin ich ja gespannt was andere so denken!


  • #2

    GP Breitbach (Freitag, 16 Oktober 2015 13:21)

    Liebe Familie Kornek,

    lassen Sie mich meine bislang sehr eingeschränkten Erfahrungen mit ungarischen Weinen so zusammenfassen: getriggert wurde ein rasant anwachsendes Interesse und damit auch die Bewunderung ungarischer Weine durch eine einwöchige Reise nach Budapest im Mai 2014. Zufällig stolperten wir, meine Frau und ich, in der Raday ut. in das "Soul Cafe", bei angenehmem Frühlingswetter natürlich ins Strassenrestaurant - übrigens sehr zu empfehelen, sowohl was den kompetenten und aufmerksamen Service als auch was die Küche betrifft. Dort findet man eine umfangreiche Getränkekarte mit einer sehr großen Auswahl landestypischer Weine - im Internet nachzuschauen - und darunter: Tibor Gal aus Eger.
    Tibor Gal? Da klingelte etwas - ja richtig! Das war doch der Önologe, der zusammen mit der Familie Antinori die Tenuta Dell'Ornellaia in Bolgheri zu weltumspannendem Ruhm gebracht hat. Und der auf so tragische Weise viel zu früh ums Leben gekommen ist!
    Auf der Karte stand ein Pinot Noir von 2011 - nicht gerade das, was man sich als Unkundiger unter einem Ungarwein vorstellt. Aber der passte ganz hervorragend zu den 24 h geschmorten Kalbsbäckchen! Und er war auch noch für einen Käsenachtisch gut!
    Neben einigen anderen war das ein bleibendes Erlebnis, eine Erinnerung an diese schöne Stadt.
    Nur: wie kommt man an solche Weine in Deutschland? Eine direkte Anfrage und ein wenig Internetrecherche, ein unerwarteter Anruf aus Berlin, von einem gewissen Herrn Kornek, der zusammen mit dem jungen Tibor Gal in der ungarischen Botschaft dessen Weine ver- und vorkostete - da bahnte sich ein sehr einladender Pfad, über den Tibor Gal-Weine den Weg ins Saarland finden konnten.

    Der Pfad ist schon gut ausgetreten worden seither, mittlerweile gehören Egri Csillag - ein sehr ansprechender, frischer Weißer, der Bikaver als Prototyp der regional bekanntesten roten Kreszenzen und auch der Pinot Noir als ständige Vertreter in unseren Keller. Leider ist ihnen dort kein langes Leben beschieden, weil die Hand sich nicht zurückhalten kann und gerne nach ihnen greift. Und das obgleich dort so Einiges aus italienischen und französischen Landen lagert!
    Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken - auch unter diesem Plattitüden-Motto können Tibor Gals Weine sich an unserem Tisch durchsetzen. Sie machen aber auch Lust auf Vergleiche mit anderen ungarischen Weinen, doch dazu brauchen wir noch ein wenig Zeit...

  • #3

    Christian Schön (Dienstag, 15 Dezember 2015 15:47)

    Liebe Familie Kornek,

    Weine aus Ungarn sind mir zuerst während eines kurzen Urlaubs in Budapest begegnet. In den meisten Cafés, Kneipen, Restaurants oder Weingeschäften gibt es ja fast ausschließlich ungarischen Wein zu bestellen, so dass man kaum umhin kommt, ihn zu probieren. Hinzu kommt, dass ich auf Reisen sehr gerne vor Ort die Weine aus der Region probiere. Diese sind in vielen Fällen nicht die gleichen, die für den Export bestimmt sind - insofern lernt man ein Weinland noch mal ganz anders kennen. Die Weine, die ich in der kurzen Zeit des Urlaubs probierte, waren in einem Wort - phänomenal. Und zwar alle, ohne Ausnahme. Selbst die sehr günstigen Weine aus dem Supermarkt überraschen mit ihrer ausgebauten Struktur und Tiefe. Auch die Weine, die in Deutschland erhältlich sind - leider gibt es nur sehr wenige Händler, die Weine aus Ungarn im Programm haben. Ein spezieller Dank gebührt daher der Familie Kornek für ihre Bemühungen! - überzeugen und überraschen durchweg. Die konstant gute Qualität der Weine finde ich in diesem Land besonders auffällig. Und ich bin überzeugt: Weine dieser Qualität aus anderen Regionen würden locker das doppelte Kosten. Insofern sind ungarische Weine für mich ein Geheimtipp.

    Wenn ich etwas charakteristisches über ungarische Weißweine sagen müsste, würde ich vor allem ihre Frische, Mineralität und ihre besonderen Fruchtnoten betonen. Bei Weißweinen schmeckt man insbesondere markante Pfirsichnoten und andere “gelbe” Früchte heraus. Und trotz der satten Fruchtnoten, sind die Weine sehr leichtfüßig. Eine weitere Eigenart der ungarischen Weißweine, die ich so von keiner anderen Weinanbauregion kenne: der oft eklatante Unterschied zwischen Geruch und Geschmack. Weine, die nur ganz dezent riechen, können Geschmacksbomben sein, die sich gewaschen haben. Oder sie riechen intensiv und lassen dadurch einen bestimmten Geschmackseindruck erwarten, überraschen dann aber mit etwas ganz anderem. Auch nach inzwischen vielen Verkostungen, wie jüngst der in der ungarischen Botschaft in Berlin, hält bei mir die Faszination für diese Weine an! Ganz besonders gespannt bin ich auf die neuen Weine aus dem Balaton.

Weingenuss aus Ungarn

Lenke Kornek

Stefan-Brand-Straße 23

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Tel. +49 (0) 971 1337 8181

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